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Vom BOGY zum EBZ

Yasmin Feth Kurs H2 2010


Als ich meine Ausbildung begann, war ich zwanzig Jahre alt und hatte vor kurzem mein Abitur abgeschlossen. Folgendermaßen kam ich zu der Ausbildung:

Während meiner Schulzeit absolvierte ich im Rahmen des BOGY-Projektes (Berufsorientierung am Gymnasium) eine Woche lang ein Praktikum im Bereich der Anästhesie und habe dem Geschehen im OP und im Operationsvorbereitungssaal zugesehen. Außerdem habe ich mehrere Jahre an einem sogenannten Generationentreff teilgenommen. Hier ging ich mit Mitschülern einmal in der Woche in ein Altenheim im Ort, um mit den älteren Menschen zu reden, Spiele zu spielen, Lieder zu singen oder gemeinsam zu backen.

Es hat mir damals schon sehr viel Freude bereitet, mich mit den Menschen im Altenheim zu beschäftigen. Es war schön, das Gefühl zu haben, für andere etwas Gutes zu tun. Den Menschen war anzumerken, wie viel es ihnen bedeutet, dass wöchentlich junge Schülerinnen und Schüler vorbeischauen und den Altenheimalltag auffrischen und interessant gestalten. Ich habe schnell gemerkt, dass ich gerne mit den Menschen zusammen bin. Ich bin gerne hilfsbereit und freue mich immer sehr, wenn dadurch ein Mensch seine Lebensfreude wieder zurückgewinnt oder einfach nur herzlich lacht. Ich stellte fest, dass ich zu dieser Freude und Zufriedenheit beitragen konnte.
Umso interessanter wurde für mich die Pflege, also der direkte fürsorgliche Umgang mit den Menschen, die Unterstützung bei Genesung oder auch nur die einfache Betreuung und pflegerische Begleitung. Sehr reizvoll war es für mich auch, viel über die dazugehörige Medizin zu erfahren. Dabei wollte ich etwas über Indikationen und die Wirkung von Medikamenten, das Aufziehen und Verabreichen von Spritzen, das Richten von Infusionen sowie das Durchführen von Verbandswechsel lernen.
Durch eine Freundin erfuhr ich von der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin am EBZ und entschied kurzfristig, mich zu bewerben.
Mir gefiel die Ausbildung am EBZ vor allem deswegen sehr, da sich Praxis- und Theoriephasen abwechseln, was ich so von der Schule davor nicht kannte. Was in der Theoriephase gelernt wird, kann in der nächsten Praxisphase direkt umgesetzt werden. Am EBZ findet Unterricht nicht nur im Klassenzimmer sondern auch in den schuleigenen Demonstrationsräumen statt. Hier lernen die Schüler und Schülerinnen u.a. das Waschen und Mobilisieren der Patienten, an Puppen das Subcutan- Spritzen und das Katheter legen. Meiner Meinung nach zeichnet die Vielfalt des Unterrichts und der Einsatzorte in unseren drei Krankenhäusern sowie den anderen Pflegeeinrichtungen die Ausbildung am EBZ besonders aus.
Während der Ausbildung habe ich im Unterricht, aber auch in den Praxisphasen, viel lernen können. An den praktischen Einsatzorten wurde ich stets gut aufgenommen und von den Pflegekräften meistens auf sehr umgängliche Art und Weise angeleitet. Das Bethesda- Krankenhaus hat mir schon während der Ausbildung sehr gut gefallen, also habe ich mich später auf der Station beworben, in deren Team ich mich sehr wohlfühlte und wo die Pflege mehrere Fachbereiche abdeckt.
Seit meinem Examen im Herbst 2013 absolviere ich in Tübingen eine Ausbildung zur MTAR und arbeite wochenends mit sehr viel Freude im Bethesda- Krankenhaus als Gesundheits- und Krankenpflegerin.